Von BigCommerce zu Shopify migrieren: Ein Leitfaden für 2026
Mit der Open Payment Provider Fee vom Juni 2026 hat BigCommerce seinen Vorteil „keine Transaktionsgebühren“ gegenüber Shopify verloren. Ein praxisnaher Leitfaden zur Migration von BigCommerce zu Shopify: neue Kostenrechnung, Ablauf und Erhalt der SEO.
Jahrelang ruhte das Argument, auf BigCommerce zu bleiben, auf einer sehr klaren Säule: keine Transaktionsgebühren. Das war das lauteste Argument der Plattform gegenüber Shopify – und für Händler mit hohem Volumen, die Zahlungsanbieter von Drittfirmen nutzen, war es ein echter, spürbarer Vorteil.
Seit Juni 2026 ist dieses Argument weg – und deshalb rechnen gerade viele BigCommerce-Händler plötzlich durch, ob sich eine Migration lohnt. Dieser Leitfaden zum Wechsel von BigCommerce zu Shopify ist praxisnah: warum sich die Rechnung geändert hat, wie die Migration tatsächlich abläuft, was dabei bricht und wie Sie Ihre aufgebaute SEO schützen. Wir sind eine Shopify-Agentur, bewerten Sie unsere Sicht also entsprechend. Aber BigCommerce ist eine leistungsfähige Plattform, und zu einem ehrlichen Leitfaden gehört, klar zu sagen, wann ein Wechsel sinnvoll ist und wann nicht.
Was sich geändert hat: die Preisumstellung im Juni 2026
Am 1. Juni 2026 hat BigCommerce eine Open Payment Provider Fee eingeführt und seine Tarife neu strukturiert. Drei Dinge haben sich gleichzeitig geändert, und zusammen verschieben sie den Kostenvergleich mit Shopify grundlegend:
Eine neue Open Payment Provider Fee. BigCommerce berechnet jetzt einen Prozentsatz auf jede Bestellung, die über einen Zahlungsanbieter abgewickelt wird, der nicht zu den zugelassenen integrierten Zahlungsanbietern (Embedded Payment Providers) gehört (dazu zählen unter anderem Stripe, PayPal/Braintree, Adyen und Klarna). Der Satz beträgt 2 % im Tarif Core, 1 % in Growth und 0,6 % in Scale; im Tarif Performance wird er vertraglich festgelegt. Ob die Gebühr anfällt, hängt von Tarif und Zahlungsanbieter ab, nicht vom Land – eine Ausnahme für die EU gibt es nicht. Für DACH-Händler wichtig: Klarna steht auf der Liste der integrierten Zahlungsanbieter, für Klarna-Zahlungen fällt die Gebühr also nicht an. Entscheidend: Laut BigCommerces eigener Dokumentation gilt die Gebühr auch für Offline-Zahlungen und B2B-Zahlungen auf Bestellschein (Purchase Order). Ein Händler, der einen großen Teil seines Umsatzes über Bestellscheine abwickelt, zahlt damit jetzt eine Plattformgebühr auf Transaktionen, bei denen nie eine Karte im Spiel ist.
Umbenannte Tarife. Aus Standard, Plus, Pro und Enterprise wurden Core, Growth, Scale und Performance.
Gesenkte GMV-Schwellen. Die Umsatzgrenzen, ab denen man automatisch in einen teureren Tarif hochgestuft wird, wurden gesenkt. Derselbe Umsatz schiebt Händler also früher als bisher in einen höheren Tarif.
Warum das wichtig ist: „Keine Transaktionsgebühren“ war das größte einzelne Unterscheidungsmerkmal von BigCommerce gegenüber Shopify. Ohne dieses Merkmal liegen beide Plattformen preislich in derselben Größenordnung – und die Entscheidung hängt von Ökosystem, Checkout-Performance und Passung ab statt von einem plakativen Gebührenvorteil. Für einen Händler, der ein erhebliches Volumen über einen nicht integrierten Zahlungsanbieter abwickelt, kann die neue Gebühr unauffällig Zehntausende pro Jahr kosten – oft genug, damit sich eine Migration allein dadurch rechnet.
Warum Marken von BigCommerce zu Shopify migrieren
Die Gebührenänderung ist der Auslöser, doch die Gründe, aus denen Marken den Wechsel tatsächlich vollziehen, lassen sich auf einige Themen eingrenzen – und hier lohnt sich ein genauer Blick, denn nicht alle treffen auf jeden zu.
Die Kostenrechnung hat sich geändert. Für Händler mit Zahlungsanbietern von Drittfirmen kann die Open Payment Provider Fee zusammen mit den gesenkten Schwellen bedeuten, dass Bleiben spürbar teurer ist als Wechseln. Auf Shopify fallen mit Shopify Payments überhaupt keine Transaktionsgebühren an, und der Tarifpreis steigt nicht mit Ihrem Umsatz, wie es die Tarifschwellen von BigCommerce tun.
Das Ökosystem ist größer. Shopify betreibt über 5 Millionen aktive Shops und einen Marktplatz mit über 20.000 Apps, und der Großteil des E-Commerce-Ökosystems entwickelt inzwischen zuerst für Shopify. Für Händler, die auf BigCommerce mit begrenzten Integrationsmöglichkeiten gekämpft oder für individuelle Lösungen bezahlt haben, um Lücken zu schließen, ist die Breite des Shopify App Store ein echter Gewinn – ohne aufwendige Entwicklung.
Checkout-Konversion. Shopifys Checkout gehört zu den konversionsstärksten im E-Commerce und wird für Sie gepflegt und optimiert. Wenn Grenzen bei der Anpassung des Checkouts die Konversion bremsen, ist das ein direktes Umsatzargument für den Wechsel.
Schnellere Iteration. In einem gut gebauten Shopify-Shop brauchen Routineänderungen – eine neue Aktion, eine Anpassung an einer Landingpage – weder einen Entwickler noch tagelange Wartezeit. Langsame Release-Zyklen sind ein häufiger Frust, der Teams zum Wechsel bewegt.
Investitionen in die Plattform. Shopify hat 2024 1,4 Milliarden US-Dollar in Forschung und Entwicklung investiert und ein Umsatzwachstum von 26 % gemeldet. Das bedeutet kontinuierliche Weiterentwicklung der Plattform, ohne dass Händler Upgrades selbst verwalten müssen.
Wann BigCommerce weiterhin die richtige Plattform ist
Das gehört in diesen Leitfaden, denn in manchen Szenarien gewinnt BigCommerce tatsächlich – und eine gute Agentur sagt Ihnen, wann Bleiben die klügere Entscheidung ist.
- Sie nutzen einen integrierten Zahlungsanbieter und sind zufrieden. Wenn Sie über Stripe, PayPal, Adyen oder einen anderen der integrierten Zahlungsanbieter von BigCommerce abwickeln, trifft Sie die neue Open Payment Provider Fee womöglich kaum. Wenn Ihr Setup funktioniert und die Gebühr nicht ins Gewicht fällt, ist der Preis allein kein Grund zu wechseln.
- Sie haben einen riesigen, hochgradig konfigurierbaren Katalog. BigCommerce hat keine feste Obergrenze für Varianten, während Shopify seit dem 15. Oktober 2025 in allen Tarifen bis zu 2.048 Varianten pro Produkt erlaubt. Bei konfigurierbaren Produkten mit vielen Dimensionen – Industrieteile, umfangreiche Sortimente in Auftragsfertigung – kann diese Grenze nach wie vor ein echtes Hindernis sein.
- Sie brauchen standardmäßig unbegrenzten API-Zugriff. BigCommerce bietet in allen Tarifen großzügigen API-Zugriff; bei Shopify sind die höchsten Limits eine Plus-Funktion. Bei aufwendigen ERP- oder WMS-Integrationen macht dieser Unterschied etwas aus.
- Ihr Geschäft ist stark B2B-geprägt. Die B2B Edition von BigCommerce ist eine tiefgehende, native B2B-Plattform. Shopifys natives B2B hat einen Großteil des Abstands aufgeholt und ist inzwischen tarifübergreifend verfügbar – doch für ein Unternehmen, dessen Kerngeschäft komplexes B2B ist, passt BigCommerce womöglich weiterhin besser.
Wenn mehrere dieser Punkte auf Sie zutreffen, braucht ein Wechsel eine stärkere Begründung als die Gebührenänderung allein. Trifft keiner zu – und die neue Gebühr betrifft einen großen Teil Ihrer Bestellungen –, lohnt sich eine ernsthafte Prüfung der Migration.
Die grundsätzliche Plattformentscheidung behandeln wir in unserem Leitfaden zur Wahl der richtigen Plattform, die allgemeinen Argumente für einen Wechsel in Warum zu Shopify migrieren.
Der Ablauf einer Migration von BigCommerce zu Shopify
Eine gut gemachte Migration ist ein strukturiertes Projekt, kein bloßes Umkippen von Daten. Die wichtigsten Phasen:
1. Planung und Audit
Erfassen Sie alles im aktuellen Shop – Produkte, Kunden, Bestellungen, Inhalte, Integrationen und jede URL. Entscheiden Sie, was mitkommt, was bereinigt wird und was zurückbleibt. In dieser Phase legen Sie auch ein Zeitfenster für einen Content-Freeze vor dem finalen Datenexport fest, damit Sie nicht gegen ein bewegliches Ziel migrieren. Behandeln Sie die Migration wie ein Software-Release mit geplantem Cutover, nicht wie eine Kopie ohne klares Ende.
2. Datenmigration
Produkte, Kunden und Bestellhistorie ziehen mit sorgfältigem Feld-Mapping zu Shopify um. Zwei BigCommerce-spezifische Punkte sollten Sie einplanen:
- Passwörter lassen sich nicht übertragen. Aus Sicherheitsgründen können Kundenpasswörter nicht von BigCommerce zu Shopify migriert werden – das gilt für jeden Plattformwechsel, nicht nur für diesen. Kundenkonten und Bestellhistorie lassen sich problemlos übertragen, aber jeder Kunde wird beim ersten Login aufgefordert, sein Passwort zurückzusetzen. Planen Sie eine proaktive E-Mail, damit das nicht wie ein Sicherheitsproblem wirkt.
- Produkt-Modifier sind keine Varianten. BigCommerce-„Modifier“ (Gravurtext, Datei-Uploads, Datumsauswahl) werden nicht zu Shopify-Varianten, sondern zu Line-Item-Properties, die per App oder Theme-Anpassung im Warenkorb erfasst werden. Wenn Personalisierung Teil Ihres Angebots ist, muss der Katalog vor dem Neuaufbau der Storefront überarbeitet werden, nicht danach.
3. Mapping von Apps und Integrationen
Bewertungen, Wunschlisten und Treueprogramm-Daten liegen auf beiden Plattformen meist in Drittanbieter-Apps. Prüfen Sie, ob Ihr aktueller App-Anbieter einen plattformübergreifenden Export unterstützt oder ob Sie für den Umzug dieser Daten ein Zwischentool brauchen. Für jede Integration – ERP, Marketing, Analytics – muss ein Shopify-Pendant gefunden und eingerichtet werden.
4. Design und Aufbau
Die Storefront wird auf Shopify neu aufgebaut – entweder mit Ihrem bestehenden Design oder aufgefrischt. Individuelle BigCommerce-Funktionen werden als Shopify-Sections, Apps oder (auf Plus) über Checkout Extensibility neu umgesetzt.
5. SEO erhalten
Die Phase, in der sich entscheidet, ob Sie Ihren organischen Traffic behalten – ausführlich im eigenen Abschnitt weiter unten.
6. Tests und Livegang
Vor dem Livegang wird alles in der Staging-Umgebung getestet. Laut Shopifys Migrationsleitfaden erfolgt die DNS-Umstellung erst im letzten Schritt des Livegangs, sodass Sie bis zum Moment des Cutovers weiter Bestellungen auf BigCommerce annehmen – während der Migration selbst gibt es also keine Ausfallzeit. Ein geprobter Livegang mit aktivem Monitoring ist besser als ein harter Cutover mit dem Prinzip Hoffnung.
Diesen gesamten Umfang übernehmen wir mit unserem Shopify-Migrationsservice.
So schützen Sie Ihre SEO bei einer BigCommerce-Migration
Das größte Risiko jeder Migration ist der Verlust Ihrer aufgebauten organischen Rankings. Es ist aber auch das am besten vermeidbare.
Der Kern des Problems: Shopify verwendet feste URL-Strukturen – /products/ und /collections/ –, Ihre BigCommerce-URLs ändern sich also. Werden die alten URLs nicht weitergeleitet, läuft jeder alte Link und jedes Ranking ins Leere.
Die wesentlichen Schritte laut Shopifys eigenem Migrationsleitfaden:
- Jede URL crawlen und zuordnen – aus dem BigCommerce-Shop, jeweils gepaart mit dem neuen Shopify-Gegenstück in einer 1:1-Weiterleitungstabelle.
- 301-Weiterleitungen für jede geänderte URL einrichten – nur direkte Zuordnungen, keine Ketten. Standard-Shopify unterstützt bis zu 100.000 Weiterleitungen, Shopify Plus bis zu 20 Millionen – relevant bei großen Katalogen.
- Title-Tags, Meta-Descriptions und strukturierte Daten exakt übernehmen.
- Weiterleitungen in der Staging-Umgebung testen, dann am Tag des Livegangs die neue Sitemap in der Google Search Console einreichen und in den ersten beiden Wochen täglich die 404-Fehler prüfen.
Ein vorübergehender Rückgang des organischen Traffics direkt nach einem Plattformwechsel ist normal und erholt sich bei sauberen Weiterleitungen meist innerhalb weniger Wochen bis zu ein, zwei Monaten. Schlecht umgesetzt, kann sich die Erholung über Monate hinziehen und echten Umsatz kosten – genau deshalb sollten Sie diesen Schritt weder überstürzen noch einem generischen Tool überlassen.
Kosten und Zeitrahmen: realistische Spannen
Jede Migration wird individuell kalkuliert – verstehen Sie diese Angaben daher als grobe Orientierung, nicht als Angebot.
| Shop-Profil | Typischer Zeitrahmen |
|---|---|
| Klein (sauberer Katalog, wenige Integrationen) | 3–6 Wochen |
| Mittelgroße Händler (einige Anpassungen, mittelgroßer Katalog, Integrationen) | 4–12 Wochen |
| Enterprise / komplexes B2B (großer Katalog, ERP, mehrere Storefronts) | 3+ Monate |
Diese Zahlen geben die Spanne wieder, die wir in der Arbeit mit verschiedenen Marken typischerweise gesehen haben. Die tatsächlichen Werte können je nach Setup Ihres Shops, Anpassungen, Drittanbieter-Apps und Umsetzung insgesamt abweichen.
Zwei Hinweise. Erstens: Die Migration von Katalog und Inhalten ist der einfache Teil – durchgängige Kundenkonten, Bestellhistorie, das Mapping der Integrationen und die SEO-Weiterleitungstabelle sind die Stellen, an denen Projekte den Aufwand am häufigsten unterschätzen. Zweitens: Die meisten Migrationen in Eigenregie geraten genau deshalb in Schwierigkeiten, weil diese schwierigeren Teile unterschätzt werden. Darum profitiert alles jenseits eines kleinen, sauberen Shops in der Regel von einer Agentur.
Shopify oder Shopify Plus beim Wechsel von BigCommerce?
Standard- oder Advanced-Shopify passt für die meisten BigCommerce-Händler im Mittelstand – es deckt die Anforderungen der großen Mehrheit der Shops ab, und mit Shopify Payments fallen überhaupt keine Transaktionsgebühren an.
Shopify Plus lohnt sich, wenn Sie die höheren API-Limits für aufwendige ERP-/WMS-Integrationen, mehrere Storefronts, tiefere Checkout-Anpassungen oder das Limit von 20 Millionen Weiterleitungen für sehr große Katalogmigrationen brauchen. Bemerkenswert: Shopify hat B2B-Funktionen mit den Updates 2026 in mehr Tarifen verfügbar gemacht. B2B-Anforderungen allein erzwingen daher nicht mehr wie früher eine Entscheidung für Plus – bei der Plus-Frage geht es inzwischen eher um Größe, API-Bedarf und Anpassungstiefe.
Ein nützlicher Hinweis zum Timing: Shopify hat B2B 2026 günstiger gemacht – ungefähr zur selben Zeit, als BigCommerce eine Gebühr eingeführt hat, die B2B-Bestellscheine treffen kann. Für stark B2B-geprägte Unternehmen ist das ein Unterschied, den man sorgfältig durchrechnen sollte.
Das Fazit
Für BigCommerce-Händler, bei denen die neue Open Payment Provider Fee einen spürbaren Teil der Bestellungen trifft – oder die an Grenzen bei Ökosystem, Checkout oder Iterationstempo stoßen –, lohnt sich die Prüfung einer Migration zu Shopify sehr. Und durch die Gebührenänderung geht die Rechnung oft schneller auf, als viele erwarten.
Ein Selbstläufer ist es aber nicht. Wenn Sie einen integrierten Zahlungsanbieter nutzen und zufrieden sind, einen riesigen konfigurierbaren Katalog betreiben, auf unbegrenzten API-Zugriff angewiesen sind oder ein stark B2B-geprägtes Geschäft führen, passt BigCommerce womöglich weiterhin besser – und der Preis allein ist kein Grund zu wechseln. Der richtige erste Schritt: Ihre tatsächlichen Jahreskosten unter der neuen Struktur durchrechnen und dann entscheiden.
Und wenn die Argumente stark sind, hängt der Nutzen ganz davon ab, die Migration sauber umzusetzen: saubere Daten, eine ordentliche Weiterleitungstabelle, sorgfältiger Umgang mit Modifiern und Kundenkonten und ein getesteter Cutover. Eine überhastete Migration ist einer der wenigen Wege, alle Vorteile auf einmal wieder zu verspielen.
Wenn Sie einen Wechsel weg von BigCommerce abwägen – inklusive einer ehrlichen Einschätzung, ob er der richtige Schritt ist –, nehmen Sie Kontakt auf. Wir rechnen die Kosten mit Ihnen durch, bevor irgendjemand Ihren Shop anfasst.
FAQ
Warum migrieren Händler 2026 von BigCommerce zu Shopify?
Der wichtigste Auslöser ist die Open Payment Provider Fee von BigCommerce, eingeführt am 1. Juni 2026. Sie berechnet 0,6 % bis 2 % auf Bestellungen, die über nicht integrierte Zahlungsanbieter abgewickelt werden – auch auf Offline-Zahlungen und B2B-Bestellscheine. Zusammen mit umbenannten Tarifen und gesenkten GMV-Schwellen, die Händler früher in höhere Tarife schieben, hat die Gebühr den langjährigen Vorteil „keine Transaktionsgebühren“ von BigCommerce gegenüber Shopify beendet. Über die Kosten hinaus wechseln Händler wegen Shopifys größerem App-Ökosystem, des konversionsstärkeren Checkouts und schnellerer Iteration.
Wie lange dauert eine Migration von BigCommerce zu Shopify?
Das hängt von der Komplexität ab. Ein überschaubarer Shop mit sauberem Katalog und wenigen Integrationen lässt sich in 3–6 Wochen migrieren. Ein Shop im Mittelstand mit Anpassungen und Integrationen braucht typischerweise 4–12 Wochen. Enterprise-Migrationen oder komplexe B2B-Projekte mit großen Katalogen, ERP-Integrationen und mehreren Storefronts dauern drei Monate oder länger. Die Katalogmigration ist der einfache Teil; bei durchgängigen Kundenkonten, Bestellhistorie und der SEO-Weiterleitungstabelle wird der Zeitbedarf am häufigsten unterschätzt.
Gibt es während der Migration eine Ausfallzeit?
Nein. Die DNS-Umstellung auf Shopify erfolgt erst im letzten Schritt des Livegangs, sodass Sie bis zum Moment des Cutovers weiter Bestellungen auf BigCommerce annehmen. Der neue Shop wird parallel in einer Staging-Umgebung aufgebaut und getestet – die Migration selbst nimmt Ihren Shop also nicht offline. Ein geprobter Livegang mit Monitoring in den ersten Wochen ist der sichere Weg.
Was passiert bei der Migration mit den Passwörtern und Daten meiner Kunden?
Kundenkonten und Bestellhistorie lassen sich erfolgreich migrieren, Passwörter aus Sicherheitsgründen jedoch nicht zwischen Plattformen übertragen – das gilt für alle Migrationen, nicht nur von BigCommerce zu Shopify. Jeder Kunde wird beim ersten Login aufgefordert, sein Passwort zurückzusetzen; planen Sie daher eine proaktive E-Mail, die das erklärt. Bewertungen, Wunschlisten und Treueprogramm-Daten liegen meist in Drittanbieter-Apps – prüfen Sie vor dem Start, ob Ihr App-Anbieter einen plattformübergreifenden Export unterstützt.
Verliere ich bei der Migration von BigCommerce zu Shopify meine SEO-Rankings?
Nicht, wenn sie richtig gemacht wird. Durch Shopifys feste URL-Struktur ändern sich Ihre BigCommerce-URLs, daher ist eine vollständige 1:1-Tabelle mit 301-Weiterleitungen unverzichtbar – ebenso wie übernommene Metadaten und strukturierte Daten. Ein vorübergehender Rückgang direkt nach dem Livegang ist üblich; bei sauberen Weiterleitungen erholt er sich meist innerhalb weniger Wochen bis zu ein, zwei Monaten. Dauerhafte Ranking-Verluste entstehen, wenn die Arbeit an den Weiterleitungen ausgelassen oder überhastet wird.
Ist BigCommerce manchmal noch die bessere Wahl?
Ja. Wenn Sie über einen integrierten Zahlungsanbieter abwickeln und die neue Gebühr Sie kaum trifft, einen sehr großen konfigurierbaren Katalog betreiben (BigCommerce hat keine Variantenobergrenze, Shopify 2.048 pro Produkt), standardmäßig auf unbegrenzten API-Zugriff angewiesen sind oder ein stark B2B-geprägtes Geschäft führen, passt BigCommerce womöglich weiterhin besser. Der Preis allein ist kein Grund zu migrieren – der richtige Schritt ist, Ihre tatsächlichen Kosten unter der Struktur von 2026 durchzurechnen, bevor Sie entscheiden.
Sollte ich zu Shopify oder zu Shopify Plus migrieren?
Die meisten BigCommerce-Händler im Mittelstand sind mit Standard- oder Advanced-Shopify gut bedient, zumal mit Shopify Payments keine Transaktionsgebühren anfallen. Shopify Plus lohnt sich für höhere API-Limits bei aufwendigen Integrationen, mehrere Storefronts, tiefere Checkout-Anpassungen oder das Limit von 20 Millionen Weiterleitungen bei sehr großen Migrationen. Da Shopifys B2B-Funktionen 2026 in mehr Tarifen verfügbar sind, erzwingen B2B-Anforderungen allein keine Entscheidung für Plus mehr.
Base X Tech migriert Marken von BigCommerce zu Shopify – mit sauberen Daten, sorgfältigem Umgang mit Modifiern und Kundenkonten, erhaltener SEO und getestetem Livegang. Wenn Sie einen Wechsel abwägen, nehmen Sie Kontakt auf – wir rechnen die Kosten mit Ihnen durch, bevor irgendjemand Ihren Shop anfasst.